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Versteifungs-OP-Forum
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Suchen Soll ich mich versteifen lassen? Eine oft gestellte Frage: Soll ich mich versteifen lassen? Diese Frage können wir Dir hier im Forum nicht beantworten - denn jede Krankengeschichte ist anders und jeder hat ein anderes "Krankheitsbild". Wir können Dir nur von unseren Erlebnissen erzählen, aber entscheiden musst Du selber! Ab wann soll ich mich operieren lassen? Viele Faktoren spielen hier eine Rolle, wie das Alter, das Beschwerdebild (Schmerzen und andere Probleme) und die Progredienz Deines Krankheitsbildes. Du solltest dich selber fragen, ob schon alle konservativen Behandlungsmethoden ausgeschöpft sind. Vor einer OP sollte man wirklich alles versucht haben, denn eine OP kann nicht rückgängig gemacht werden - und sollte somit immer der letzte Schritt sein! Welche Risiken muss ich abwägen? Die Spondylodese gehört zu den großen Eingriffen. Je größer die Schäden an der Wirbelsäule sind (z.B. Vor-OP´s), desto schwieriger und risikoreicher ist die Operation.Es können Zwischenfälle auftreten, die eventuell weitere Eingriffe notwendig machen. Die Gefahr einer Querschnittslähmung liegt unter 1% (was aber nicht heißt, dass es nicht passieren kann), aber es kommen häufig kleinere, bleibende Schäden vor, die du auch unbedingt in Kauf nehmen solltest. Es können Nerven, die die Beine betreffen, verletzt oder gequetscht werden und da zu Störungen führen (und wenn es nur ist, dass der eine Fuß trockener und verhornter ist, als der andere). Um das Risiko neurologischer Komplikationen zu verhindern werden intraoperativ Rückenmarksfunktionstests durchgeführt (Aufwachtest). Durch die Verlagerung einer evtl. Thoraxorgane (BWS!) können Komplikationen entstehen, Narben, was zu Schmerzen führen kann. Es kann im Laufe der Zeit zu vorzeitigen Verschleißerscheinungen an den Übergangsstellen kommen und eine weitere OP notwendig machen. Deshalb ist es wichtig, dass du auch dauerhaft nach der OP diese Bereiche durch Muskelkraft schützt! Lies dir bitte einige OP-Berichte durch und lies bitte auch ein wenig mehr zwischen den Zeilen. Eine OP ist keine kleine, schnelle Angelegenheit! Und es ist nicht gesagt, dass danach die Welt rückentechnisch bis ans Ende deiner Tage in Ordnung ist! Ferner solltest du bedenken, dass auch die Vollnarkose nicht ungefährlich ist. Lungenkomplikationen können auch in Form von Lungenentzündungen auftreten. Des Weiteren können auch postoperative Komplikationen auftreten, angefangen von vorübergehender Übelkeit (Unverträglichkeit von Medikamenten) und Kreislaufproblemen bis hin zum Pleuraerguss, Verklebungen, Hautproblemen, Verdauungs- oder Blasenproblemen etc.... Bei längerer Bettruhe besteht grundsätzlichdas Risiko einer Venenentzündung in den Beinen mit der Gefahr einer Thrombose und Lungenembolie. Im allgemeinen wird ab dem 15. Lebensjahr (Beginn der Pubertät) eine Thromboseprophylaxe mit blutgerinnungshemmenden Mitteln (Heparin) durchgeführt. Wie wird mein Leben "danach"? Es kann Dir keiner sagen,wie es nach der OP sein wird. Gerade in den ersten Wochen (Monaten) nach OP kann es verstärkt zu Stimmungsschwankungen kommen. Es kann dir auch niemand sagen, wie lange Du für die Genesung und Heilung brauchst. Es kann sein, dass Du relativ schnell wieder fit bist, genauso gut kann es mehrere Monate oder in Einzelfällen noch länger dauern. Mitunter kann die Stabilität der Wirbelsäule wieder verloren gehen, weil die Versteifungsstrecke nicht ausreichend verknöchert (Pseudarthrose), weil Metallimplantate ausreißen oder brechen. Dann kann eine erneute Operation erforderlich sein. Und wenn du meinst, dass du nach der OP Deine WS komplett vergessen kannst, so stimmt das nicht!! Einmal Spondy, immer Spondy! Die Schwachstelle bleibt und KG und Sport sind genauso wichtig wie vor der OP!!Sei Dir der Risiken bewusst und wäge gut ab, ob eine OP für Dich der richtige Weg ist! Hinweis: Dieser Beitrag kann nur einen kurzen Einblick über die gängigsten Risiken, Nebenwirkungen und Komplikationen geben und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Das Gespräch mit dem Arzt kann hierdurch nicht ersetzt werden! (Mit frdl. Genehmigung von Stonewoman - Dankeschön :-)!) Boardregeln: Forumsregeln und wichtige Infos zum Forum
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Ach ja:
| 21.11.2009 - Röntgenbilder
von Zuende(r) sind online!
Spondylodese-Chat im Forum!
Dienstags ab 21 Uhr -
da darf man/frau einfach so vorbeikommen...
Wir freuen uns über Betroffene und Interessierte, über Angehörige, Ärzte und natürlich über Therapeuten, die sich im Forum mit uns austauschen möchten!
Zum
geht es hier entlang -
bitte einfach auf das Bild klicken!
Liebe Grüße von der Tigerente
![]() Was ist eine Wirbelsäulenversteifung?
Eine Spondylodese ist die operative Versteifung eines Wirbelsäulenabschnittes über eine oder mehrere Etagen, sie wird als allerletzte Option durchgeführt, um dem Pat. von seinen Schmerzen zu befreien!
Diese Operation wird z.B. bei stark fortgeschrittenen degenerativen Bandscheibenleiden oder auch bei Wirbelgleiten notwendig,
auch Entzündungen der WS, gutartige Wirbelkörpertumore oder aggressiv wachsende Wirbelkörpertumore oder Wirbelkörpermetastasen (Tochtergeschwulste) können einen Wirbelkörper derart schwächen, dass zur Stabilisierung eine Spondylodese notwendig werden kann.
(Bei dieser Versteifungsoperation muss manchmal sogar ein kompletter Wirbelkörperersatz vorgenommen werden!) Es kommen heute unterschiedliche Stabilisierungen zur Anwendung:
Die Operation kann vom Rücken, von der Seite oder/und vom Bauch her ausgeführt werden, je nachdem welches Verfahren angewendet wird.
Zum Einen werden die einzelnen Wirbelkörper durch metallische Implantate (Titan) wie Schrauben, Stangen (in der HWS auch Platten) miteinander verbunden, diese werden mittels Pedikelschrauben fixiert, um eine sofortige Stabilität zu gewährleisten.
Zum Anderen wird Knochenspam aus dem Beckenkamm zwischen die Wirbelkörper gesetzt, damit eine stabile und dauerhafte Verbindung entsteht.
Dieser Knochenspam wird in Carbon- oder Titankäfige (Cages) gefüllt, welche in die Wirbelzwischenräume eingebracht werden - genau dorthin, wo sich ursprünglich die Bandscheiben befanden. Der Knochenspam verknöchert im Laufe der folgenden Monate - so dass die WS zu einem festen Knochenblock wird - das ist dann die Versteifung! Die Verknöcherung ist eine langfristige Angelegenheit - daher dauert die Heilungsphase ungleich länger als bei anderen Operationen.
Durch das zusätzliche Einbringen zweier Titanstangen, welche mit Pedikelschrauben fixiert werden, ist in den allermeisten Fällen nach der OP eine Primärstabilität gegeben und kein Korsett erforderlich!
Der entstandene Knochenblock führt zu einer teilweisen Bewegungseinschränkung, welche von den Betroffenen sehr unterschiedlich wahrgenommen wird.
Es ist dabei auch von Bedeutung, welche WS-Segmente versteift werden (LWS, BWS oder HWS)
Ausführliche Informationen findet man in unserem
Versteifungs-OP-Forum!
Informationen über Versteifungs-Operationen (Spondylodesen) der Wirbelsäule sind selbst im Internet nur sehr schwer zu finden - und wenn man tatsächlich etwas gefunden hat, ist es meistens nicht vollständig... Die Ärzte/Operateure haben Heute wenig bis gar keine Zeit, stundenlange Gespräche mit den Betroffenen zu führen - und gerade dies ist ja bei einer Versteifungs-OP unerlässlich! Bis vor Kurzem war es noch normal, dass der Arzt diese Zeit investierte.
Die Betroffenen, welche vor dieser großen OP stehen, haben also nur 2 Möglichkeiten:
1. Sie vertrauen sich ihrem Doc zu 100 Prozent - ggf. dem Wald- und Wiesendoc vom Städt. Krankenhaus an...
2. Sie suchen sich selbst Infos (z.B. hier im Internet) oder sie suchen den Erfahrungsaustausch! (Was der Sinn dieser Seite ist!)
Ich bin immer wieder erstaunt, mit wie viel Naivität immer noch sehr viele Betroffene in diese große OP schlittern!! Ohne sich der Folgen und der Unwiderruflichkeit einer Versteifungs-OP wirklich bewußt zu sein!
Die Spondylodese ist keine unkomplizierte, minimalinvasive Bandscheiben-OP...!!
Natürlich - auch bei einer BS - OP kann es Komplikationen geben - der Prolaps kann nachrutschen und der Pat. muss nachoperiert werden. Auch Narbenbildung und schlimmere Schmerzen als vor der OP sind nicht unbekannt...
es können in dem Fall zumindest viele weitere Optionen genutzt werden, z.B. Implantation einer BS-Prothese, Platzhalter - oder ggf. auch die Versteifungs-OP!
Seit meiner eigenen OP weiß ich - von vielen Mitbetroffenen und auch von mir selbst, dass fast alle Operierten die lebenslangen Folgen der Versteifung spüren - egal ob HWS-, BWS- oder LWS-Versteifte! "Fusspflege alleine machen geht nicht mehr...." das spricht wohl für sich, oder!?
Alles geht halt viel langsamer - was ja auch ok ist, wenn dafür die Schmerzen nicht mehr so quälend wie vor der OP sind und man wieder arbeiten kann bzw. einfach mehr Lebensqualität als vor der OP hat! Unter der OP wird das Rückrat nicht nur sprichwörtlich gebrochen - es wird neu angelegt - im Ansatz - mittels Cages (Carbon/Titankäfige, die mit Knochenspam aus dem Beckenkamm gefüllt sind), um in den Monaten nach der OP zu verknöchern.
Ohne Belastung heißt es nun, die ersten Monate zu überstehen...
das Rückrat muss mit zunehmender Verknöcherung erst wieder stabil werden - im wahrsten Sinne des Wortes.
Ohne eine gute Vorbereitung sind hier viele Pat. heillos überfordert und kommen schlecht oder gar nicht damit zurecht! Nicht nur körperliche - auch seelische Narben bleiben.....
(Pflegebett, Pflegedienst, Pflegestufe) Wie mache ich das mit meinen Kleinkindern? Soll ich / muss ich zur Reha? Wann ist der richtige Zeitpuunkt, warum isometrische KG-Übungen....??
Was ist eine Anschlussinstabilität? (Werden die drunter- und drüberliegenden Etagen später eigentlich generell überbelastet - und werden sie dadurch zur nächsten Baustelle??)
Wie verhalte ich mich bei Komplikationen?
Muss ich Morphine einnehmen?
Wie funkioniert überhaupt die Verknöcherung, tut das weh?
Brauche ich ein Korsett? Wenn ja, wie lange - und wie schule ich es wieder ab??
Was ist, wenn gar keine Verknöcherung eintritt?
Zusätzliche Fragen zur/nach OP im HWS-Bereich:
Schluckstörungen, Schmerzen, Orthese, Instabilität, schwerer Kopf, was ists ein peek cage? warum gibt es eine HWS-Versteifung ohne cages? Komplikationen? Darf ich gleich nach der OP Sport treiben? Wenn nicht - warum nicht?
Ich weiß, Letzteres sind Schlagworte - ich selbst bin von der LWS-Fraktion - Betroffene sind gefragt!!
Ob hier im Forum irgendwann mehr HWS, BWS oder LWS Themen zu lesen sein werden, liegt an Euch - alle Wirbelsäulenabschnitte sind gleich wichtig - so einfach ist das! :!: Erfahrungsberichte - pos. und neg. - und Diskussionen sind generell wichtig, da diese von Menschen, die vor einer OP stehen, im Allgemeinen mit großem Interesse gelesen werden.
Vielleicht konnte ich mit diesen "never-ending - Ausführungen" mein Anliegen hier etwas verdeutlichen - falls nicht - schreib ich bald mal einen neuen Roman...
Viele von Ihnen stehen vor der Entscheidung, sich operieren zu lassen!
Eine umfassende Infoquelle und der Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen - das ist das Anliegen dieses Forums!
Helft bitte alle mit, damit Betroffene vor einer OP alle Infos haben, die sie brauchen...
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und dieser Hilfeaufruf ebenso!! Walburga Behrends wurde 1960 geboren und arbeitete bis zu ihrer Erkrankung als Intensiv-Krankenschwester. Sie wurde im März 2009 an der HWS operiert, seitdem ist sie ab dem 3. Halswirbel (C3) querschnittgelähmt! bewegen, außerdem kann sie nicht mehr alleine atmen... die diese allein nicht mehr bewältigen kann - denn eine ihrer beiden Töchter ist körperbehindert!
Umbaumaßnahmen in ein Pflegeheim, stände auch ihre behinderte Tochter auf der Straße...
Wenn Ihr mehr über Walburga Behrends erfahren möchtet, schaut Euch ihre Website an! Walburgas Cousine Frau Ursula Ziesche und ihr Ehemann Franz Ziesche haben diese Website ins Leben gerufen:
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LG von der Tigerente
Das Versteifungs-OP-Forum wurde am Mi März 12, 2008 6:19 pm Uhr eröffnet und ist heute genau 620 Tage alt - 399 User haben bisher 17448 Beiträge geschrieben - in 34 Foren. Davon hast Du, Gast, seit Deiner Anmeldung (am Do Jan 01, 1970 1:00 am Uhr) 16777186 Beiträge geschrieben! (Falls Du als Gast hier bist: das war ein Scherz! ;-)) |




